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SLOWAKEI 2026 // Tag 6 – Štrbské Pleso

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SLOWAKEI 2026 // Tag 6 – Štrbské Pleso

16. Januar 2026
Tag sechs unserer Reise begann mit einer klaren Idee: Wir wollten einen echten Lostplace sehen. Einen Ort, der von vergangenem Glanz erzählt, ohne ihn zu erklären. Unser Ziel war die ehemalige World-Cup-Skisprungschanze am Štrbské Pleso, erbaut in den 1970er-Jahren und heute ein stilles Relikt aus einer anderen ZeiT.

Am Vortag hatten wir die Anlage bereits aus der Ferne gesehen. Ein kurzer Blick, genug, um Neugier zu wecken. Ein paar Google-Recherchen später stand fest: Da wollen wir näher ran.

#Winterrealität in der Hohen Tatra

Die Realität vor Ort holte uns jedoch schnell ein. Im Winter ist das Gebiet rund um die Schanze nahezu vollständig dem Wintersport vorbehalten. Alle Wege sind entweder Langlaufloipen oder Skipisten – für Fußgänger strikt gesperrt. Näher kommt man nur auf Ski oder Snowboard vom Berg ins Tal.

Mit Hazel war das keine Option. Ganz aufgeben wollten wir den Spot dennoch nicht. Also passten wir den Plan an – wie so oft auf dieser Reise.

#Tatras Tower

Statt direkt zur Schanze ging es für Markus auf den Tatras Tower, der sich direkt vor der Anlage befindet. 53 Meter hoch, mit freiem Blick über den gesamten Sportkomplex, die umliegenden Berge und den zugefrorenen Bergsee. Kein klassischer Lostplace-Besuch, aber eine Perspektive, die vieles sichtbar machte, was vom Boden aus verborgen bleibt.

Währenddessen blieb Susi mit Hazel unten und erkundete die Umgebung. Hunde sind hier oben, wie so oft in der Hohen Tatra, nicht erlaubt. Auch das gehört mittlerweile fast schon zur Routine: immer wieder neu abwägen, was möglich ist und was nicht.

# Ein weiterer Fund – und ein abruptes Ende

Im Anschluss umrundeten wir erneut den See. Ein vertrauter Weg, der trotzdem noch Überraschungen bereithielt. Dabei entdeckten wir sogar einen weiteren kleinen Lostplace – unscheinbar, still, fast übersehbar. Genau die Art von Ort, die man nur findet, wenn man sich Zeit lässt.

Kurz darauf kippte die Stimmung jedoch. Hazel wurde plötzlich von einem aggressiven Hund attackiert. Zum Glück ging alles glimpflich aus, keine Verletzungen, nur ein großer Schreck. Trotzdem war klar: Der Tag hatte genug geliefert. Wir entschieden uns, der Kleinen Ruhe zu gönnen und zurück zum Apartment zu fahren.

Der Rückweg schenkte uns dann noch einen dieser Momente, die man nicht planen kann. Die Sonne sank langsam hinter den Bergen, Nebel zog durchs Tal, Farben legten sich weich über die Landschaft. Ein kurzer Halt, ein paar letzte Aufnahmen – und dieses stille Gefühl, dass der Tag genau hier enden sollte.

Tag sechs war intensiv, nicht immer leicht und emotional näher, als wir erwartet hatten. Kein perfekter Lostplace-Tag im klassischen Sinne. Aber einer, der gezeigt hat, dass nicht jeder Plan aufgehen muss, um in Erinnerung zu bleiben. Manchmal reicht ein Blick aus der Distanz – und ein Sonnenuntergang, der alles zusammenführt.

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