SLOWAKEI 2026 // Tag 5 – Popradské pleso
#Traveldiary
#SLOVAKIA
#EXPLORETRIP
SLOWAKEI 2026 // Tag 5 – Popradské pleso
15. Januar 2026
Tag fünf führte uns erneut in die Hohe Tatra. Und wie so oft auf dieser Reise zeigte sich schnell: Auch dieser Tag würde nicht einfach nach Plan verlaufen.
Eigentlich hatten wir uns nur eine kleine, entspannte Winterwanderung zu einem Bergsee vorgenommen. Nichts Ambitioniertes, nichts Kompliziertes. Einfach raus, laufen, schauen. Doch noch bevor wir unser eigentliches Ziel erreichten, kam es anders.

#Stopp mit Konsequenzen
Auf der Fahrt fiel uns plötzlich ein Spot auf, von dem aus man einen erstaunlich freien Blick auf die Gebirgskette hatte, die sich in den vergangenen Tagen fast durchgehend im Nebel versteckt hatte. Kurz entschlossen hielten wir in einer kleinen Seitenstraße an. Ein paar Meter neben der Fahrbahn, Schnee unter den Reifen – und zack: Auto versenkt.
Das Panorama haben wir trotzdem zuerst fotografiert. Prioritäten.
Danach folgte der weniger romantische Teil: schieben, graben, fluchen. Mit etwas Muskelkraft stand das Auto schließlich wieder auf der Straße. Ein klassischer Moment, der in der Erinnerung vermutlich besser wird als in dem Augenblick selbst. (Das passende Reel dazu kennt ihr ja.)
#Ein Ort der Stille
Nur wenige Meter weiter stießen wir auf einen Ort, mit dem wir nicht gerechnet hatten: einen deutschen Soldatenfriedhof aus dem Zweiten Weltkrieg. Still gelegen, unscheinbar und gleichzeitig sehr eindrucksvoll. Ein kurzer Halt, der den Tag für einen Moment entschleunigte und einen ganz anderen, nachdenklichen Ton setzte.
# Ankunft im Nebel
Danach checkten wir noch Štrbské Pleso für einen späteren Tag und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Parkplatz für unsere Wanderung. Ein praktischer Hinweis, den man nicht unterschätzen sollte: Parken in der Hohen Tatra kostet im Winter zwischen 15 und 25 Euro pro Tag. Für die Planung durchaus relevant.
Von hier aus ging es dann endlich los – Richtung Popradské pleso.
Nach etwa 60 Minuten Fußweg erreichten wir den See. Exakt in diesem Moment zog eine dichte Schneewolke durch das Gebirge. Die Sicht verschwand fast vollständig, der See selbst war zugefroren und komplett von Schnee bedeckt.
Ein wichtiger Punkt für alle, die diesen Ort kennen: Wer wegen der bekannten Sommerbilder im Winter hierherkommt, könnte enttäuscht sein. Der See zeigt sich dann von einer ganz anderen, sehr reduzierten Seite. Uns hat diese Stimmung trotzdem gefallen – ruhig, still, fast abstrakt.
Viele Wege in der Hohen Tatra sind von November bis Juni gesperrt. Dazu kommt, dass Hunde im alpinen Gelände nicht erlaubt sind. Unsere ursprüngliche Wunschroute konnten wir daher nicht laufen. Also passten wir erneut unseren Plan an.
Stattdessen entschieden wir uns für eine Umrundung des Sees über den Uferweg und wählten für den Rückweg einen anderen Pfad. Dieser war deutlich idyllischer, aber mit zunehmender Dunkelheit auch anspruchsvoller.
Je später es wurde, desto präsenter wurde die Umgebung. In der Hohen Tatra leben Bären, Wölfe und Luchse. Begegnungen sind selten, aber möglich. Mit diesem Wissen läuft man automatisch aufmerksamer, hört genauer hin und bleibt fokussiert. Nach etwa 1 Stunde und 10 Minuten Abstieg standen wir schließlich im Dunkeln wieder am Auto. Erschöpft, aber zufrieden. Der Abschluss dieses Tages war denkbar einfach – und genau deshalb perfekt. Eine 40 Zentimeter große Pizza in einem kleinen Restaurant im Dorf Štrba. Warm, unkompliziert und absolut verdient.
Mehr Bilder vom Tag:

#REISETIERE
Taggt eure Beiträge auf Instagram #reisetiere für ein Feature auf unserem CommunityFeed.





































































