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SLOWAKEI 2026 // Tag 4 – Hrebienok

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SLOWAKEI 2026 // Tag 4 – Hrebienok

14. Januar 2026
Mittlerweile waren wir in der Hohe Tatra angekommen – nur wenige Kilometer entfernt von einer der eindrucksvollsten Landschaften der Slowakei. Nach den intensiven Eindrücken der vergangenen Tage fühlte sich dieser Ortswechsel wie ein bewusster Übergang an. Weniger Stadt, weniger Geschichte in Mauern, dafür mehr Natur, Weite und Stille.

Der Vormittag verlief ruhig. Wir ließen es langsam angehen, sortierten Gedanken, sichteten Bilder, verarbeiteten Content. Genau diese Phasen gehören für uns genauso zum Reisen dazu wie das Unterwegssein selbst. Erst am Nachmittag zog es uns wieder hinaus.

#Richtung Vysoké Tatry – Hrebienok

Unser Ziel war Vysoké Tatry, genauer gesagt der Bereich rund um Hrebienok. Der Plan klang zunächst einfach: Mit der Bahn hinauf, oben etwas Zeit verbringen und anschließend mit dem Schlitten zurück ins Tal.

Die Realität sah anders aus.

In der Bahn hätte Hazel einen Maulkorb tragen müssen – etwas, das für uns nicht infrage kam. Sie hat schließlich auch Urlaub. Also trafen wir eine spontane Entscheidung: Wir gehen zu Fuß.

#Der Weg ist das Ziel

Rund 45 Minuten führte uns der Weg durch einen winterlichen Wald. Absolute Ruhe. Kein Stimmengewirr, kein Verkehr, nur das Knirschen des Schnees unter den Schuhen. Die Luft war klar, kalt und erfrischend. Genau dieser Abschnitt fühlte sich überraschend richtig an – entschleunigt, reduziert, ehrlich.

Der Aufstieg war nicht anstrengend, sondern meditativ. Schritt für Schritt entfernten wir uns vom Tal und tauchten immer tiefer in diese besondere Winterstimmung ein, die man nur in den Bergen findet.

# über den Wolken

Am Hrebienok angekommen, öffnete sich der Blick. Mehrere Aussichtspunkte boten einen weiten Blick über das Tal, während die Sonne langsam hinter den Wolken verschwand. Licht, das weicher wurde, Farben, die sich veränderten, und dieses Gefühl, für einen Moment über allem zu stehen.

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Ľadový Dóm. Die jährlich neu gestaltete Eisausstellung besteht aus mehreren hundert Tonnen Eis und widmet sich jedes Jahr einem anderen Thema. Still, kühl und beeindruckend – ein Ort, der weniger laut wirkt als erwartet, dafür aber umso faszinierender.

Eigentlich wären wir gerne noch weiter gewandert. Doch im alpinen Gebiet der Hohen Tatra sind Hunde nicht erlaubt. Also hieß es umdenken und den Rückweg antreten. Schlittenfahren fiel aber leider ebenfalls aus. Markus hatte die Öffnungszeiten falsch gelesen – das Rodeln war bereits geschlossen. Aus dem geplanten Spaß wurde kurzerhand also der Abstieg zu Fuß.

Der Rückweg führte uns im Dunkeln zurück ins Tal. Aus dem gemütlichen Abstieg wurde eine kleine Nachtwanderung. Nicht dramatisch, aber spürbar anders. Vor allem mit einem Gedanken im Hinterkopf: In der Hohen Tatra leben tatsächlich Braunbären. Begegnungen sind selten, aber möglich.

Mit diesem Wissen fühlt sich ein nächtlicher Abstieg gleich ein wenig intensiver an. Jeder Schatten wirkt größer, jedes Geräusch präsenter. Am Ende kamen wir sicher unten an – müde, zufrieden und mit dem guten Gefühl, genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Tag vier war kein spektakulärer Actiontag. Kein großes Ziel, kein perfekter Plan. Und vielleicht gerade deshalb einer der schönsten. Entscheidungen treffen, umdenken, sich anpassen – und am Ende genau das erleben, was man gerade braucht.

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