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SLOWAKEI 2026 // Tag 2 – Kalvária Banská Štiavnica

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SLOWAKEI 2026 // Tag 2 – Bratislava

11. Januar 2026
Am zweiten Tag unserer Reise ging es für uns weiter Richtung Osten. Die Landschaft veränderte sich langsam, die Straßen wurden ruhiger, die Orte kleiner. Unser Ziel an diesem Tag: Banská Štiavnica – die älteste Bergbaustadt der Slowakei und ein Ort, der seit Jahrhunderten von Geschichte, Arbeit und Wandel geprägt ist.

#ein Ort voller Geschichte

Schon die Anfahrt macht deutlich, dass diese Stadt anders ist. Banská Štiavnica liegt eingebettet in eine vulkanisch geformte Landschaft, umgeben von Hügeln, Wäldern und Relikten aus der Zeit des intensiven Bergbaus. Gold und Silber machten den Ort einst zu einem der wichtigsten Zentren Mitteleuropas. Der Reichtum dieser Epoche ist bis heute spürbar – nicht laut, nicht prunkvoll, sondern in Details, Strukturen und der gesamten Anmutung der Stadt.

#Vulkane und Bergbau

Banská Štiavnica wurde auf den Überresten eines erloschenen Supervulkans errichtet. Der Bergbau bestimmte hier über Jahrhunderte das Leben, die Architektur und die Entwicklung der Stadt. Zwei Schlösser – das Alte und das Neue Schloss – wachen bis heute über die Dächer der Altstadt und erinnern an Zeiten, in denen Schutz, Kontrolle und Macht zentrale Themen waren.

#Der Kalvarienberg

Hoch über der Stadt liegt ein Ort, der uns besonders berührt hat: der Kalvarienberg Banská Štiavnica.

Der Hügel gehörte einst einem einfachen Bauern. Als sowohl Gutsherr als auch Kirche Interesse an dem Land zeigten, traf er eine bewusste Entscheidung: Er gab es an die Kirche – nicht an den Gutsherrn. Aus dieser Entscheidung entstand im 18. Jahrhundert eine barocke Pilgeranlage, bestehend aus Kapellen, Kirchen und symbolischen Stationen des Kreuzwegs.

Was diesen Ort so besonders macht, ist nicht allein seine religiöse Bedeutung. Es ist die Kombination aus Geschichte, Landschaft und Atmosphäre. Der Kalvarienberg thront über der Stadt, ohne sich aufzudrängen. Er wirkt ruhig, fast demütig – und genau darin liegt seine Kraft.

Von oben öffnet sich der Blick über Banská Štiavnica. Dächer, Türme, Gassen – eingebettet in eine Landschaft, die von Vulkanen geformt und von Menschen über Jahrhunderte genutzt wurde. Hier oben geht es nicht nur um Aussicht. Es geht um Kontext.

Man blickt nicht einfach auf eine schöne Stadt, sondern auf einen Ort, der vom Bergbau geprägt, von Reichtum und Verfall gezeichnet und von Geschichte durchzogen ist. Besonders bei Nebel oder in den stillen Stunden wirkt der Kalvarienberg fast zeitlos. Still, kraftvoll und überraschend intim.

Banská Štiavnica ist kein Ort, den man „mal eben“ abhakt. Er fordert Zeit, Aufmerksamkeit und ein gewisses Innehalten. Der Kalvarienberg steht sinnbildlich dafür. Er erzählt von Entscheidungen, von Glauben, von Macht und von Demut – und verbindet all das mit einem der eindrucksvollsten Ausblicke der Region.

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