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Das Schiffswrack „Örn“
DAS UNBEKANNTE FISCHERWRACK

Die Geschichte
An der rauen Küste Islands, ca. 30 Kilometer vor dem malerischen Orte Stykkishólmur, unterhalb von Gvendareyjar, liegt ein alter rostiger Fischkutter und trotzt Wind und Wellen. Auf der Vorderseite prangt deutlich die Aufschrift „Örn“ (isländisch für Adler) und der Schriftzug Stykkishólmur – ob es sich dabei aber wirklich um die Örn SH 248 (wie einige vermuten) handelt, lässt sich nicht eindeutig belegen.
Die Verwirrung entsteht vor allem weil Schiffsnamen und Registernummern in Island häufig wiederverwendet wurden und andere Quellen behaupten die SH 248 würde heute unter dem Namen Örn VE 244 weiterfahren. Beide Schiffe sind sich tatsächlich sehr ähnlich im Aufbau, aber definitiv nicht identisch. Außerdem wird das Wrack oftmals mit der sehr bekannten Þorgeir GK die bei Stykkishólmur 1980 bei einem Sturm sank und ebenfalls noch sichtbar ist. Das Wrack der Örn ist somit ein Rätsel, dessen wahre Geschichte im Nebel der Zeit und der Bürokratie der Schiffsregister verborgen bleibt.
Das Wrack der vermeintlichen Örn SH 248 ist kein Einzelfall, sondern ein charakteristischer Teil der isländischen Landschaft. Die Insel, die vom Fischfang lebt, hat eine lange und oft tragische maritime Geschichte.
Die Küstenlinie Islands ist tückisch, geprägt von schroffen Felsen, starken Strömungen und extremen Wetterbedingungen. Über die Jahrhunderte sind Hunderte von Schiffen an den Ufern zerschellt. Viele dieser Wracks wurden im Laufe der Zeit von den Gezeiten zurückgefordert, doch Dutzende liegen noch immer als stumme Zeugen der Gefahren auf See entlang der Küste verstreut – von der Garðar BA 64 im Nordwesten bis zu kleineren Kuttern in abgelegenen Fjorden.
Diese Überreste sind heute faszinierende, aber auch melancholische Sehenswürdigkeiten. Sie mahnen an die raue Natur des Atlantiks und den harten Überlebenskampf der isländischen Seefahrer. Das Wrack bei Stykkishólmur, ob nun SH248 oder nicht, bleibt ein symbolträchtiger Ort, der die Geschichte der Insel atmet.
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